Wismar ein Regattaalbtraum

Wismar, der „OHLALA“ -  Albtraum!

Wir segelten in diesem Jahr das 3.Mal in Wismar und immer ging es hier um die Wurst, sprich den 1.Platz in der OSC-Gruppe III.  2012 schlug das Schicksal in aussichtsreicher Position zum ersten Mal zu. Eine Tonne wurde im letzten Drittel nicht richtig genommen, Spi runter und zurück, Tonne gerundet und weiter. Es fehlte zum Schluss eine gute Bootslänge vor der „Celestine“. 2013 waren wir bei der AnsteuerungsTonne Wismar weit voraus und mussten hier ohne Not bei 3 Windstärken nur noch eine Halse fahren (unser Horror) um dann sicher an der Kreuz ins Ziel zu kommen. Durch einen groben Fehler (Schot wurde losgelassen) hatte sich der Spi gefühlte tausendmal um das Vorstag samt Block gewickelt. 20 Minuten haben wir gebraucht, um das Chaos zu lösen. Alle Yachten der Gruppe III waren wieder an uns vorbei. Dennoch waren wir nach der Kreuz als erste Yacht im Ziel aber berechnet reichte es halt nur für den vierten Platz. Dieses Jahr waren wir wieder guter Dinge. Wir durften in unserer Gruppe berechnet sogar Dritte werden, nur eines war wichtig: „TEST“ durfte nicht vor uns sein. Unser Wind (2 bis 3) war angesagt. Der Start war optimal, das Spimanöver klappte hervorragend und so fuhren wir in unserer Gruppe bald vorneweg, von einem Briesenstrich zum nächsten. Die Entscheidungen und Manöver waren gut, sogar die Spihalse an der Anst.Tonne Wismar gelang, und die „TEST“ war klar achteraus. Aber dann kam der Eiertanz, kein Lufthauch mehr, der Spi fiel zusammen aber dafür Unmengen von Fliegen, Schnaken und sonstiges Viehzeug. Als der Wind für uns sich dann wieder ein wenig einsetzte, konnten wir den Rumpf  der „TEST“ leider gut erkennen. Uns war klar, das würde nicht reichen, aber wir hatten ja noch die Kreuz nach Hause. Aufgrund des wenigen Windes wurde dann aber die Regatta schon an der nächsten Tonne gezeitet. Eine richtige Entscheidung, denn sonst wäre es wohl für alle sehr spät geworden. Aber für uns war es wiedermal der zweite Platz - diesmal hinter der „TEST“ -und somit zum 6. Mal der zweite Platz im Ostseecup. Meinen Glückwunsch an die „TEST“, sie haben es geschafft! Wir haben für nächstes Jahr beschlossen, dass wir wieder angreifen und mehr Regatten als dieses Jahr besuchen werden, denn es muss uns doch mal gelingen Erster zu werden. Eins steht  jedoch auch fest, mit 70 Jahren ist spätestens für mich Schluss  ;). Soviel Zeit bleibt uns also nicht mehr!

Hanne Schäfer von der „OHLALA“