Startschiff am Mittwochabend

"94 mit Alles!" Hörnchen ist der Erste am Regattatisch: Zwei Minuten vor sechs! Liste raus und KnabHorn eintragen. Mit Startzeit 19:20:48 auf dem kleinen Merkzettel zieht er los. Dann geht es Schlag auf Schlag. Als Startboot müssen wir uns wieder einfuchsen. "Die Yardstickzahl der Maxi 99?" "Steht doch in der Liste des DSV." Chrischi hilft uns aus der Klemme. Dann läuft es für Florian und mich. "Ohne Spi plus drei und zu zweit noch einmal zwei Punkte dazu, ach ja und die Rollfock über Deck - noch ein Punkt." Daggi und Björn kümmern sich inzwischen um Grillkohle, Würstchen, Frikadellen und die ersten Biere. Nach einer Viertelstunde haben 19 Boote ihre Startzeiten. Wobei viele einfach nur sagen: "Wie immer 19:12:48", oder so ähnlich. Am Ende werden es 20. Heiner vergisst Bescheid zu sagen und fährt so raus.

Als wir am Dalben liegen sehen wir seinen weißen Drachen, tragen ihn nach und als er vorbeisegelt um zu melden nicken wir nur noch ab. Ihre Startzeit kennt die Drachencrew eh. Während ich ein paar Fotos mache gibt Florian die Startzeiten durch, wer zu spät oder zu früh an der Linie ist. Zu früh ist nur "Paulena" - 30 Sekunden. Ansonsten keine Probleme an der Linie. "Lulu", "Elfe" und die neue "Blond" auf Null sowie "Uschi X" mit Sven Engler am Lenker gerade einmal 3 Sekunden zu spät. Mit 16 Knoten aus Ost kreuzt das Feld zur grünen Tonne. Florian und ich haben knapp zwei Stunden Zeit, bis die Meute zurückkehrt. Durchs Fernglas verfolgen wir die Regatta mehr oder weniger aussagekräftig. Das es spannend wird, erkennen wir als das Feld von der Nord zur Ost segelt.

Xperiment rundet als erste die Untiefentonne in Richtung Ansteuerung um dann mit Kurs auf uns, ins Ziel abzufallen. Jetzt Raumschots mit wenig Wind kommen die Boote mit Spi auf. Allen voran die Classix mit Carlo an der Pinne und Urs an der Großschot - ohne Olaf! Ganz ruhig segeln sie um 20:43:20 Uhr über die Linie. Gut 30 Sekunden vor der neuen noch nicht im "Blond-Look" gestylten XP 33 von Sascha und Olli. An die Beiden noch einmal ein Dank für die Freigetränke an diesem Abend. Daggi und Björn mussten nur noch die Würstchen abkassieren. Das  entspannt den Tresendienst. Anzumerken ist noch, dass die ersten 11 Yachten binnen 4 Minuten im Ziel sind. Und dass auch Boote ohne Spi, wie "Xperiment" und "Uschi X" (Yacha) vorn mitsegeln.

Nach dem "Balou" die Ziellinie passiert hat werfen wir den Motor an und knattern, mit allem was mein etwas schwacher Yanmar hergibt, in den Hafen. Gläser einsammeln und spülen, Zapfen und Biere verteilen sind die nächsten Aufgaben. Daggi am Grill hat alles im Griff und braucht keine Hilfe, naja … ein paar Teller können wir dann doch noch nachliefern. Die Zeit vergeht wie im Fluge, wir sprechen noch die Warderregatta am Sonnabend ab, amüsieren uns ein wenig über den "Classix" Sieg ohne Olaf, fachsimpeln mit dem Siegersteuermann Carlo und ich trinke Fassbrause, die Regina für mich besorgt hat!
Um kurz nach eins machen wir uns mit den letzten der Mohikaner auf den Weg. Nach einem kleinen VIP-Shuttle für Pepe nach Ortmühle, geht es auf die Autobahn nach Hamburg.
Unser Fazit: Auch ohne Segeln war es ein schöner Abend.


Matthias