Mit Skuffe nach Bornholm

Seit einigen Jahren wollen wir, Hartwig, Peter und Paul, der Sonneninsel einen Besuch abstatten. Die Reisevorbereitungen sind schnell abgehakt, lediglich das Abstimmen der Arzttermine bei einem Gesamtalter von 230 Jahren war etwas kompliziert. Als Zeitraum der Reise hatten wir den Juni mit seinen hellen Nächten ausgesucht.

Am 7. Juni ging es endlich los, bei Schwachwind durch den Sund, Segelversuche scheiterten, Regen und Nebelfelder, gegen 16 Uhr in Warnemünde. Suche im Alten Strom nach einem Liegeplatz beim Yachtclub, Fehlmeldung, rüber zur Hohen Düne, reichlich Platz mit Blick auf die ein- und auslaufenden Musikdampfer, wir sind zufrieden.

8. Juni Hafentag, WX von E auf W drehend zunehmend 6-7, Hartwig und Peter haben immer was zum Basteln und lieben Spaziergänge.

9. Juni WX West 6-7, soll abnehmen und NW drehen, der Wind wird weniger, wir laufen um 15.30 Uhr aus, kabbelige Altsee. Kurs Darßer Ort, der Wind wird konstanter, wir machen gute Fahrt, passieren Darßer Ort, Mondnacht , Richtung Dornbusch, immer noch guter Wind, Feuer von Kap Arkona passiert und

am 10. Juni 05.00 Uhr fest in Glowe. Wir lieben den kleinen Hafen, sauber, Cafeteria und netter Hafenmeister.

11. Juni Nach einem guten Frühstück in der Sonne um 07.15 Uhr Leinen los und um 17.00 Uhr in Roenne fest. Hafen ist voll, wir finden ein Loch, der Hafenmeister ist aus Blech, spricht viele Sprachen und nimmt nur EC-Karten.

Pfingstsonntag, 12.Juni Roenne, Landgang, Fotosafari im Sonnenschein.

Pfingstmontag, 13. Juni nach dem Frühstück bunkern wir beim blechernen Hafenmeister, laufen gegen 09.00 Uhr aus und machen eine Küsttour über Hasle Wang, dicht unter Land und sind um 12.OO Uhr am Ziel unserer Wünsche, in Hammer Havn. Der Hafen ist unverändert, die Toiletten, die Dusche, der Kiosk, die Buden der Grottenfahrer in gelb,  ein paar Schwimmstege sind neu, an der Mole wird gearbeitet. Es ist wie bei Paul, nur der Hafenmeister ist jetzt aus Blech. Zu Pfingsten gehört eine Wanderung, die machten wir nach Allinge zum Fischbuffet satt und einem Besuch in der Brogade.

Ein paar Worte zum Thema „früher“:

Hammer Havn war im vorigen Jahrhundert, also vor 30 -40 Jahren, ein beliebter Sommerhafen unseres Vereins. Zeitweise lagen da 10 und mehr Vereins-Schiffe , mit Kind und Kegel, Angeln und Grillen usw. Am Abend lauschten wir dem Gesang der Nachtigallen aus den Büschen oberhalb des Hafens, es konnten aber auch Sprosser gewesen sein.

Am 14.Juni wollen wir weiter. Um 8.30 Uhr Auslaufen nach Ystad, Wind SW, gute Fahrt, aber mit des Geschickes Mächten, dreht er auf  NNW und nimmt zu, Kreuzschläge bringen wenig Raum, Motor gegenan Mist, Lichtblick, wir waren mal vor 30 oder 35 Jahren mit einigen Schiffen in Kaseberga, kleiner, schlechter Fischereihafen, sehen von See viele Flaggen an Land, Marina??  Egal, abfallen und hin, ein großer Rundhafen tut sich auf, viel Platz aber keine Stege, festmachen an der Mole, Kaseberga hat sich gemausert, Touristenort, die Steinsetzung ist die Attraktion.

Am Mittwoch, den 15. Juni lohnt sich ein Hafentag.

Donnerstag, 16. Juni um 4.15 bei Nebel ausgelaufen, es klart auf, die Sonne kommt und auch der Wind. Am Möns Klint wird die See rauh aber der Hafen vor Augen hebt die Stimmung und wir sind um 15.30 Uhr fest in Klint Holm. Das Toilettengebäude  macht einen traurigen Eindruck, es ist abgebrannt. Ein Zettel gibt den Hinweis, daß eine Chartercrew aus Warnemünde in der Sauna Feuer gemacht hat und dabei ist das Gebäude abgebrannt.

Freitag, 17. Juni Hafentag in Klint Holm.

Samstag, 18. Juni Seetag von Klintholm nach Kühlungsborn, nach 10 Stunden im Hafen bei Regen und Gewitter. Die „Gaststätte am Hafen“ hat eine gute Suppe, wir sind zufrieden.

Am 19.Juni Hafentag in Kühlungsborn, Wetter bescheiden, Wind und Regen.

Montag 20. Juni ist nicht besser, wir haben Zeit und bleiben im Hafen.

Am Dienstag 21. Juni um 04.30 Uhr Leinen los. Kreuzen, motoren  und um 12.30 Uhr machen wir in Orth fest. Abendessen bei Dörfer.

Mittwoch, 22 Juni klar Schiff, so ist es Brauch, der Skipper macht die Abrechnung.

Ein guter Freund, unser Motor, verhindert die Abreise, auch der Wind ist gegen uns.

Aber mit Holger´s Hilfe sind wir um 18.30 fest auf  Platz 44 in unserem Hafen. Es war für uns eine gute Reise, Hafen- und Seetage hielten sich die Waage und das Ergebnis:

360 Seemeilen!

 

Paul Störmer