Fahrtenseglerabend

In seiner Begrüßungsrede vor 32 Anwesenden schaute unser 1. Vorsitzender Jan Heinritz mit einem Auge zurück auf die hinter uns liegende Saison mit mehr oder weniger weiten Reisen und mit dem anderen Auge auf die bevorstehenden Törns dieses Sommers. Er dankte unserem Sportwart für seinen unermüdlichen Einsatz auch in diesem Bereich.


Bevor Karl die erfolgreichsten Fahrtensegler zu Wort kommen ließ, stärkten sich die Interessierten mit Burgunderbraten und Kartoffelgratin. Regina und Chrischi sorgten – wie so oft – zusätzlich für die Ausgabe der flüssigen Nahrung. Unter den Erschienenen befanden sich mindestens acht Aktive, deren zurückgelegte Seemeilen für eine Ehrung gereicht hätten, doch aus verschiedensten Gründen hatten sie keine Bewerbungsunterlagen abgegeben. (Für Berufstätige mit kurzem Urlaub kann ja auch Bronze eine große Leistung sein.) Um sie und andere zu ermutigen, sich wieder zu beteiligen, würdigte Karl sie dennoch mit einem Anerkennungspreis.


Dann folgten die Vorträge der Gold-Preisträger:Dagmar und Wolfgang Richardt segelten ihre Vindö 50 „Chari La“ bis in den Vänernsee und zurück. Die ausgewählten Bilder erlaubten Einblicke in die wunderschönen abseits liegenden Buchten dieses schwedischen Süßwassersees. Wer auf kürzestem Weg dieses Gewässer durchquert, dem scheint doch einiges zu entgehen.

 

Veronika Strobl und Gert Kellermann durchkreuzten mit ihrer soliden Stahlyacht „Kiwi“ die Ostsee über Gotland, Estland, Finnland, Schweden und zurück. Der Skipper schilderte unter vielen anderen Erlebnissen die unvergessliche Mittsommernacht in Lauterhorn, den Notdienst eines lettischen Zahnarztes und wie es bei dem Versuch, bei Starkwind und mächtiger See Kaffee einzuschenken, zu einer zerstörten Klotür kam.


Marja und Dr. Rainer Haag berichteten von ihrem Törn mit dem Hanseat 70 „Koller“ von Heiligenhafen mit zahlreichen Abstechern nach Turku und über Estland zurück. In ihrem mit landestypischer Volksmusik und ergänzenden Kommentaren unterlegten Film über die Rückreise veranschaulichten sie Landschaft, Natur und Kultur der angelaufenen Reiseziele.Nach diesen Beiträgen ergaben sich noch viele Klönschnacks und Erfahrungsaustausche, die das Warten auf die kommende Saison in angenehmer Weise zu verkürzen halfen. 


Die Organisatoren wünschen sich in Zukunft eine größere Beteiligung am Wettbewerb und hätten es sicher mit der Essensbestellung leichter, wenn sich die Gäste zeitiger anmelden würden. Regina bot dann auch scherzhaft an, am nächsten Tag das übriggebliebene Fleisch auf Wunsch nach Hause zu liefern – gewissermaßen ein „Essen auf Rädern“- Dienst des SVH-SSCH.


Peter Hartmann