Fahrtenseglerabend 2015

SVH-Fahrtensegler auf der Ostsee zuhause

Von Peter Foth

HEILIGENHAFEN  Der Stander der Segler-Vereinigung-Heiligenhafen (SVH) wehte im Sommer 2014 auch in den entferntesten Häfen der Ostsee.

Veronika Strobel und Gerd Kellermann haben mit ihrer Segelyacht „Kiwi“ in 108 Tagen 2 029 Seemeilen hinter sich gebracht und es bis nach Lettland und Russland geschafft.

Mit 2 381 Seemeilen in 91 Tagen konnten Marja und Dr. Rainer Haag die weiteste Strecke segeln und dabei mit ihrer Segelyacht „Koller“ in den Kulturhauptstädten des Nordens festmachen. Für diese Leistung überreichten der neue Sportwart der Segler-Vereinigung-Heiligenhafen, Henry Baßmann, und der neue 1. Vorsitzende, „Karlo“ Schmütsch, den Crews die SVH-Fahrtenseglerauszeichnung in Gold.

Die Bilder, die auf dem SVH-Fahrtenseglerabend gezeigt wurden, machten deutlich, was die „Kiwi-Crew“ auf ihrem Segeltörn zwischen Heiligenhafen, Hiddensee, Stralsund, Kolberg, Leba, Danzig, Kaliningrad, Klaipeta und zurück durch schwedische und dänische Gewässer erlebt hatte.

Liebevoll sprach Rainer Haag von seiner „Admiralin“, als die Bilder mit hohen Wellen, viel Wind und seiner Ehefrau Marja am Ruder auf der Leinwand für große Eindrücke sorgten. Bei gutem Wetter segelte die „Koller“ in diesem Sommer durch den Fehmarnsund nach Osten mit dem Ziel Schweden. Pfingsten verbrachte man in Utö, einem schönen Hafen, den auch die Stockholmer Segler gern anlaufen. Das Mittsommerfest genossen der Skipper und seine „Admiralin“ bereits hoch im Norden im Gästehafen von Patholmsviken bei Umeå. Weiter segelte die „Koller“ nach Finnland. Es wurde kalt, und Ski-Handschuhe und warme Mützen waren gefragt. Beim Verlassen des Fahrwassers südlich von Pirskeri ging ein harter Ruck durch das Schiff. Die „Koller“ hatte einen Stein getroffen, das Rigg und der Mast standen noch, und auch ein Wassereinbruch konnte nicht verzeichnet werden.
 Von Turku (Finnland) war Familiensegeln angesagt, denn die Kinder waren angereist. Es ging um die Süd-West-Ecke Finnlands nach Helsinki, und der Kurs ging weiter nach Tallinn. Ein ausgedehntes Hoch über Estland bescherte der „Koller“-Crew schöne Sommertage. Auf der Fahrt von Haapsalu nach Kuivastu kreuzte die „Kiwi“ mit den Clubkameraden Veronika Strobel und Gerd Kellermann den Weg der „Koller“. Nächstes Ziel war Riga, die Hauptstadt Lettlands, bevor der Kurs in schwedische Gewässer nach Gotland und Öland führte. Über Rügen und einige mecklenburgische Häfen ging die „Koller“ dann auf Heimatkurs.

Fahrtensegler-Gold verdächtig sind auch Volker und Anneliese Zimmermann. Diese SVH-Segler waren mit ihrem Schiff in Varna/Bulgarien aufgebrochen und über Istanbul und durch den Bosporus (Türkei) bis nach Griechenland gesegelt. In 58 Tagen hatte das Ehepaar Zimmermann 1128 Seemeilen zurückgelegt. Jetzt überwintert ihr Schiff in Griechenland, bevor es in diesem Sommer weitergeht.

Hans-Jürgen und Chati Thäter konnten sich über die Fahrtenseglerauszeichnung in Silber freuen. Mit ihrer Yacht „Lykke“ hatten sie 850 Seemeilen durch dänische und schwedische Gewässer zurückgelegt.

Der Fahrtenseglerpreis in Bronze ging an Helmut Schuschies, der mit seiner Yacht „Enterich“ und einer Herrencrew 277 Seemeilen durch die dänische Südsee segelte.

Viele Seemeilen bis in die entferntesten Ecken der Ostsee haben die Fahrtensegler der Segler-Vereinigung-Heiligenhafen im letzten Sommer zurückgelegt. Dafür überreichten der neue Sportwart Henry Baßmann (l.) und der SVH-Vorsitzende „Karlo“ Schmütsch (3.v.r) die Fahrtenseglerauszeichnungen in Gold, Silber und Bronze.  Foto: P. Foth